Bericht zur Studienfahrt nach Frankreich vom 30.09.2014 bis 04.10.2014

Am Dienstag, den 30.09.2014 traten 39 Charolais Züchter und Interessierte die Reise nach Frankreich an.
Am Mittwoch den 01.12.2014 kamen wir um 8:00 Uhr in Clermont – Ferrand auf der größten Tier- und Landwirtschaftsmesse Europas (Sommet de l’Elevage Plaine de Sarlieve) an. Wir sahen alles was mit Maschinen für die Landwirtschaft zu tun hat, aber vor allem die Spitzenqualitäten an Tieren wie Rinder (ca. 1100 Stück), Schafen, Ziegen und Pferden. Um 16:00 Uhr begann der Wettbewerb der Charolais – Rinder, Kühe und Bullen. Es wurden die Top Charolais aus Frankreich von den bekannten Züchtern vorgestellt und bewertet. Allein schon die Aufmachung der Schau und das Richten der Charolais lässt das Herz eines jeden Charolaiszüchter, aber auch der anderen Rassen höher schlagen. Um 19:00 Uhr verließen wir die Ausstellung und fuhren weiter zu unserem Nachtquartier nach Vichy, wo wir im Midland – Hotel bei einem guten Abendessen den Tag ausklingen haben lassen.
Am Donnerstag, den 02.10.2014 um 8:00 Uhr nach dem Frühstück fuhren wir dann zum Betrieb Francois Baudin in Issy L’Eveque. Baudins Eltern und ein Onkel kauften den Hof 1918 und begannen 1947 mit einer Charolaiskuh und einem Bullen zu züchten. Jetzt in der zweiten Generation wird der Betrieb zusammen mit der Tochter bewirtschaftet. Es wird hier sehr naturnah produziert, die Tiere bekommen Gras und Heu, lediglich den Kälbern werden bis zu 4 kg Kraftfutter täglich zugefüttert. Von den 130 ha werden 25 ha als Acker genutzt, auf dem Gerste, Weizen und Hafer angebaut wird. Im Gebiet um Issy ist die höchste Charolaisdichte der Welt. Schnee gibt es im Winter auch und ca. 50 Tiere werden auch dann draußen im freien gehalten. Es ist hier ein Mikro-Klima auch 350 m über Meeresspiegel, das bedeutet 3 Monate im Jahr herrscht hier Trockenheit. Auf den Ackerflächen wird auch Luzerne angebaut um die Trockenheit zu überstehen. Hier gibt es sehr viele Zweitwohnsitze von Ausländern, auch deutsche weil die Gegend sehr schön ist. Der Betrieb ist eine Eigentümergesellschaft. Herr Baudin muss an seine Geschwister Pacht zahlen. In Frankreich ist bekannt, dass jedes Geschwisterteil sein gleiches Erbteil erhält. Der Pachtpreis ist zurzeit 130 € pro ha, der Kaufpreis liegt bei 3000 € pro ha weil der Ackerbau nur bedingt möglich ist. Die Tochter hat die Landwirtschaft am Gymnasium erlernt, macht mit der Schule aber nicht mehr weiter, da ihr die Praxis wichtiger ist. Auf einer Pazelle sahen wir 4 Charolaiskühe mit Kälbern die auf dem Charolais – Weltkongress waren. Die Kühe stammen noch vom Bullen Ungaro, von dieser Blutlinie gibt es sonst keine mehr. Am Betrieb stehen ca. 90 Charolaiskühe mit Nachzucht, insgesamt sind es um die 200 Tiere.
Hier in der Gegend werden auch Fresser produziert, die sind sehr gefragt weil diese ein sehr gutes Fundament haben, dass kommt von den trockenen Böden.
Die Wettbewerbstiere werden nicht verkauft, die brauchen sie für die Nachzuchtschauen. Herr Baudin verkauft seine jungen Zuchttiere an Jungzüchter der Gegend die mit der Zucht beginnen. Die Rinder werden mit ca. 20 Monaten gedeckt.
Im Alter von 7 – 11 Monaten werden die Kälber abgesetzt, die Abkalbung erfolgt hauptsächlich im Dezember.
Klauenpflege wird nur gemacht wenn es notwendig ist.
Bei den Baudin’s steht auch die Siegerkuh vom Nationalwettbewerb 2012, sie wiegt ca. 1200 kg.
Der Betrieb verkauft auch Sperma bis Kanada.
Im Anschluss an die Betriebsbesichtigung verabschiedeten wir uns mit einem kleinen Präsent und wünschten weiterhin viel Erflog.
Nach dem Mittagessen ging es weiter zum Zuchtbetrieb Langillier in Saint-Berain-sous-Sanvignes. Der Betrieb ist einer der besten Charolais-Züchter Frankreichs und wird in einer Gruppenlandwirtschaft mit 2 von 3 Söhnen bewirtschaftet.
Die LF beträgt 387 ha (davon sind 50 % Pachtflächen) und 200 kalbenden Mutterkühen, insgesamt stehen ca. 500 Tiere auf dem Hof. Es sind etwa 10 ha Ackerfläche die mit Silomais bestellt sind.
Herr Langillier ist Agrartechniker, seine beiden Söhne höhere Agrartechniker.
Es werden keine weiblichen Tiere verkauft, nur Schlachtkühe.
Hier sahen wir nur beste Charolaisgenetik.
Von den 10 monatigen Jungbullen die in Magny Cours auf der Schau waren, wurde einer 2’ter und einer 3’ter, der für 45 000 € anschließend versteigert wurde. Der mit dem zweiten Preis steht wieder auf dem Betrieb, der uns auch vorgestellt wurde (eine Wucht von Genetik), aber den Preis wollte uns Herr Langillier nicht sagen. 70 ha Weiden sind ca. 4 km entfernt, alles andere ist um den Hof.
Nach einer kleinen Stärkung die uns Frau Langillier vorbereitet hatte, bedankte sich unser Vorstand und überreichte ein kleines Präsent.
Weiter ging es dann in das Beaujolais – Weinbaugebiet nach Julienas zur Kellerbesichtigung mit Weinprobe.
Anschließend fuhren wir dann ins Hotel nach Bourg-en-Bresse und weiter zum französischen Abendessen in der Ferme Auberge „Le Poirier“.
Hier bekamen wir zum ersten Mal das berühmte Bresshuhn serviert, das in Frankreich die Spezialität schlecht hin ist. Das Bresshuhn trägt die Nationalfahne Frankreichs „roter Kamm, weiße Federn und blaue Füße“. Das Fleisch ist zart und geschmacklich unbeschreiblich. Nach einer guten Nachspeise mit Birnentorte, auch eine Spezialität der Region ging es dann zurück ins Hotel.
Am Freitag 03.10.2014 um 8:00 Uhr nach dem Frühstück fuhren wir zum Agrargymnasium „Les Sardieres“ mit Besichtigung des Direktvermarkterateliers mit Bresshuhnproduktion in Bourg-en-Bresse.
Empfangen wurden wir von Iran Piere und der Direktorin des Gymnasiums Frau Dominice Roulade.
Hier gab es eine Einleitung über die Zusammenstellung des Gymnasiums das eine öffentliche Einrichtung des Ministeriums ist.
Es werden alle jugendlichen Ausgebildet die Landwirt werden wollen und auch alle Dienstleistungsbereiche die mit Landwirtschaft zu tun haben.
- Basis für schulische Ausrichtung -> Produktion -> Verarbeitung
- Alle Bereiche haben eine Pitscheausrichtung
- Für beide Einrichtungen steht ein Leiter zur Verfügung und die müssen sich selbst finanzieren
- Theorieausbildung für 300 Schüler
- Fortbildungszentrum für Quereinsteiger
- Laborausbildung
- Praktische Ausbildung
- 3 Einheiten für 230 Lehrlinge die zwischen 16 und 26 Jahre alt sind
- Neben der landwirtschaftlichen Ausbildung auch Schule für den ländlichen Raum z.B. Betriebshelfer usw.
- Ausbildung auch für Veterinäre
- Ziel dieser Schule in Frankreich ist, für die jeweilige Ausrichtung hier Fleisch und Hühnererzeugung mit Verarbeitung
- Hier werden auch von ca. 80 Landwirten der Umgebung die Tiere geschlachtet und verarbeitet um sie auf ihren Betrieben selbst zu vermarkten
- Auf dem dazugehörigen landwirtschaftlichen Betrieb sind 4 Angestellte und dem des Lebensmittelbereich sind 2,5 Angestellte beschäftigt.
- Hier werden auch Versuche von landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt und ausgewertet.
- Die Ausrichtung der Ausbildung ist, mit wenigen Fremdmitteln, sprich Dünger usw. zu wirtschaften.
- Vergleiche zwischen Massenware und weniger produktiver Ware
- Dieser Betrieb ist kein Biobetrieb
- 160 ha umfasst der landwirtschaftliche Bereiche und bekommt 55 000 € Subventionen
- Kulap gibt es hier nicht
- Der Stellenwert der Landwirtschaft in Frankreich ist sehr hoch, da viele Kinder aus der Landwirtschaft kommen und wissen was dahinter steckt (auch allgemein in Frankreich).
- Es gehört auch zur Kultur Frankreichs, dass man sich für die Landwirtschaft organisiert
Herr Iran Piere stellte uns die Praktische Bresshuhnproduktion von 350 Kapaun vor. Der Kapaun ist ein männliches kastriertes Bresshuhn, lebt 11 Monate auf der Weide und hat ein Schlachtgewicht von ca. 4 kg. Diese gibt es zu Ostern und Weihnachten und werden mit Mais, Buttermilch und Weizenschrot gefüttert. Durch die Milch wird das Fleisch zart und fein. So ein Hahn kostet an Weihnachten um die 200 €. Das Eintagsküken kostet 4 €.
In der Region um Bress werden ca. 850 000 Stück jährlich produziert.
Zwischen der 5’ten und 7’ten Woche werden diese kastriert.
Es werden auch ca. 80 Milchkühe der Rasse Montbeliard in einem Fischgräten Melkstand gemolken. Die Kühe bekommen keine Silage, nur Gras und Heu. Die Milch der Kühe hat einen hohen Fettgehalt. Zur Verrichtung der Feldarbeiten steht für die 160 ha = 50% Ackerland und 50% Wiesen und Weiden ein John Deere Schlepper mit 120 PS zur Verfügung. Um 6:00 Uhr Früh und 17:00 Uhr wird mit den Studenten und einem Angestellten gemolken. Alle 2 Tage wird die Milch abgeholt. Das Kontingent liegt bei 490 000 Liter. Es wird ganz Praxisnah gearbeitet, denn jeder Euro muss auch zweimal umgedreht werden. Es gibt keine biologische Haltung, auch nicht die der Bresshühner, da jedem z.B. 10 qm Fläche pro Tier zur Verfügung stehen. 10 Tage vor der Schlachtung kommen die Bresshühner in Käfige, werden mit dem gleichen Futter gefüttert, aber mit mehr Milch damit diese mehr Brustfleisch und Gewicht ansetzen. Zur Verarbeitung der Produkte gibt es zwei Gebäude, eines für Fleischproduktion und eines zur Brot und Marmelade. Die Tiere werden in einen 5 km entfernten Schlachthof mit EU Zulassung geschlachtet und kommen zur Verarbeitung wieder zurück. Auch in Frankreich darf nicht einfach zu Hause geschlachtet werden.
Von den Bauern kann der Zerlegeraum mit Kühlung für einen Tag angemietet werden und 1 Metzger zerlegt dann das Fleisch das gleich von dem Bauern verkaufsgerecht abgepackt wird. Die Rinderhälften hängen ca. 7 Tage im Kühlhaus. Neben dem Zerlegeraum gibt es auch einen Wurstraum und eine Küche, in der gewurstet und eingekocht werden kann. Nach der ausführlichen und interessanten Besichtigung und einem Mittagessen im Gymnasium bedankte sich unser Präsident und überreichte auch hier ein kleines Präsent.
Weiterfahrt zur Grabeskirche von Brou in Bourg-en-Bresse, ein gotisches Meisterwerk.
Am Nachmittag fuhren wir dann nach Villares-les-Dombes ins Domgebiet. Hier wurden wir von Herrn Seve begrüßt. Er stellte uns die Wechselwirtschaft Teichnutzung – Ackerbau vor.
Nach der Eiszeitperiode haben sich Wannen gebildet, der Boden ist ziemlich lehmig, nicht durchlässig, die Flächen wurden mit Dämmen umgeben. Das Gebiet ist ca. 30 km von Lyon entfernt und die Nachfrage nach Fisch ist sehr hoch.
Im 11. Jahrhundert waren es 1800 Teiche und wurden auch als solche genutzt, heute sind es noch 1200 Teiche mit einer Fläche von 12 000 ha. Die Flächen (Teiche) werden 3 Jahre als Teich, danach für 2 Jahre als Acker genutzt. Jedes Jahr wird von November – Februar abgefischt, hauptsächlich Karpfen. Als Ackerland wird es hauptsächlich für Silomais die 2 Jahre lang genutzt, damit nicht zu viel Substrat im Boden verbleibt. Wenn ein Landwirt keine Teichwirtschaft will, sind um die Flächen Gräben gelegt, die das Wasser zum nächsten Teich leiten. Ein Teich ist durchschnittlich 60 ha groß. Das leeren eines Teiches dauert ca. 12 Tage. Es gehört auch ein 35 ha großer Vogelpark dazu und das Vogelschutzgebiet umfasst 180 ha. Der Mais wird in den Teichen, wenn sie trocken sind die 2 Jahre, ganz normal gedüngt und mit Pflanzenschutz behandelt. 3500 m³ Schlamm werden alle 3 Jahre herausgefahren und auf den Dämmen verteilt.
Gefischt wird nur mit Netzen, die Angel ist verboten.
Der Hauptfeind ist der Kormoran, er darf aber auch geschossen werden, das jeweilige Department stellt dafür die Munition zur Verfügung.
Nach einem interessanten Tag ging es dann weiter zum mittelalterlichen Städtchen Perouges das wir vor dem Abendessen in Montagnat besichtigten und zurück ins Hotel in Bourg-en-Bresse.
Am Samstag den 04.10.2014 traten wir schweren Herzens die Rückreise über Genf nach Bern, der Hauptstadt der Schweiz an. Kurzbesichtigung der sehr interessanten Altstadt Bern mit dem Bärengraben. Nachmittags fuhren wir noch zum Fachinformationszentrum der Forstwirtschaft der Schweiz nach Aarau. Vorstellung durch Herrn Dr. Peter Aman Waldbauernreferent. Hier am Distelberg ist der Holzwerkstoffhof für 3 Gemeinden. Die Schweiz ist 31 % bewaldet, am Werksstoffhof Distelberg wird das Brennholz aufbereitet und verkauft. Der Kanton Aarau umfasst 50 000 ha Wald.
Der Privatwald ist sehr klein, im Schnitt 0,66 ha pro Betrieb. Der Wildbestand ist auch sehr hoch, 35 Rehe pro ha und die Wildschweine werden auch immer mehr. Unser Präsident Herr Allmannsberger bedankte sich auch bei Herrn Aman recht herzlich und überreichte noch ein kleines Präsent bevor wir die Heimreise angetreten sind.

Besten Dank auch unserem Dolmetscher dem Alois Burgholzer der mit sehr viel Geduld und Vorbereitung zu der super schönen Frankreichfahrt beigetragen hat.

Besten Dank auch an unseren Robert Allmannsberger für die interessante, gelungene und gut vorbereitete Frankreichfahrt.

gez. Hubert Schmidt

 



Bilder zum Sommerstammtisch am Sonntag, 10. Juli 2011 mit Betriebsbesichtigungen, am Gut Romenthal, Betrieb Monika Schertich. Betrieb Schelle Gerhard & Doris

 

 

Bericht zu den 4. Süddeutschen Fleischrindertagen am 4. und 5. Februar 2011
in der Arena Hohenlohe (Ilshofen)

Bereits das dritte Mal war Ilshofen Austragungsort dieser Gemeinschaftsveranstaltung der Rinderunion
Baden-Württemberg und des Fleischrinderverbandes Bayern. Züchter und Gäste aus allen Regionen Deutschlands und des angrenzenden Auslands waren hier, einschließlich eines Fernsehteams des ZDF. Es gab viel zu sehen, 70 Verkaufstiere, ein Rahmenprogramm mit 16 Schaubullen und weiteren Schautieren, alles hervorragend dargeboten in den perfekten Räumlichkeiten der Arena Hohenlohe.
Bei Charolais wurden sechs der acht Bullen vermarktet, hier wurden gute Preise erzielt, im Mittel 2967 €. Der Körsieger mit 8-8-8 aus der bekannten bayerischen Zuchtstätte Allmansberger, 1458 g Tageszunahme und RZF 114, ging nach Würtemberg. Der teuerste Bulle wurde für 4500 € ebenfalls nach Baden Württemberg verkauft.


Siegerbulle (Ananassohn) aus der Zuchtstätte Allmannsberger … … … … … … … …… … … … … … … …. Reservesieger (Hudsonsohn) aus der Zuchtstätte Randlkofer vorgestellt von Frau Grauf.

Alle Körsieger in Ilshofen 2011: Limousin, Angus, Charolais und Fleckvieh

 

 

Infotag
von Charolais - Bayern am 07.05.2011 auf dem Betrieb von Hager Georg in Malching

Zum Informationstag für Neueinsteiger kamen ca. 20 Personen auf den Betrieb von Georg Hager nach Malching.
Von den Vorständen waren Herr Allmannsberger, Herr Hofmeier, Frau Hofner und Herr Schmidt anwesend.
Die Interessierten waren aus Bayern und Österreich angereist und sind Mäster, Umsteiger und Neueinsteiger. Vor dem Mittagessen stellte uns Herr Hager seinen Betrieb als Mutterkuhhalter vor. Der Betrieb Hager wird Biologisch bewirtschaftet. Er zeigte uns sehr gute Um- und Ausbauvarianten von seinem früheren Milchviehstall. Die Abkalbenden Kühe werden in einer Scheune auf Tiefstreu gehalten. Nach dem Abkalben kommen sie dann in den früheren Milchviehstall auf Teilspalten zum Fressen und Liegeflächen im angebauten Außenbereich mit Tiefstreu. Nach dem Mittagessen schilderte Herr Allmannsberger an Hand einer Power Point Präsentation den Aufbau, Aufzucht, organisierte Mutterkuhhaltung, Werdegang und Bedeutung von Charolais Bayern. Im Anschluss daran informierte Herr Hofmeier über Vermarktung von Absetzern, aber auch von Schlachtvieh. Nach den Vorträgen schauten wir auf einer nahegelegenen Weide noch eine Herde von einjährigen hervorragenden Rindern an, die auf Kurzrasenweide gehalten werden.
Zum Ausklang und Informationsaustausch wurden wir von Frau Hager noch mit Kaffee und Kuchen verköstigt.
Ein besonderer Dank gilt der Familie Hager für die Bereitstellung ihres Betriebes zum Informationstag von Charolais Bayern, dass ja immer mit sehr viel Arbeit verbunden ist.
Auch ein besonderer Dank an Herrn Hofmeier und Herrn Allmannsberger, für die super Präsentation, Information und Ausführung der Vorträge, die auch mit sehr viel Arbeit und Vorbereitung gefüllt waren.
Bericht: Hubert Schmidt

Bericht zur Jahreshauptversammlung am 03.04.2011 in Paulushofen Beginn: 10:30 Uhr

Herr Allmannsberger konnte 40 Mitglieder begrüßen. Besonders begrüßen durfte unser Vorsitzender Herrn Will, den Referenten Herrn Dr. Elmer und Frau Gebendorfer vom Landwirtschaftlichem Wochenblatt.

Referat von Herrn Dr. Elmer zum Thema: Fruchtbarkeit der Kühe und Kälberkrankheiten.
Hr. Dr. Elmer hielt einen sehr interessanten Vortag. Er teilte uns mit, dass viele Fruchtbarkeitsprobleme dadurch bedingt sind, dass die Rinder viel zu gut im Futter stehen. Bei der Erstbesamung sollten min. 60 % des Endgewichtes einer Mutterkuh ( 900 kg.) erreicht sein. Das heißt, die deckfähige Kalbin muss also 600 kg. haben. Zum Thema Kälberkrankheiten wie z. B. Durchfall und Nabelentzündung ist die Hygiene und regelmäßige Kontrolle zwingend notwendig sind, um rechtzeitig behandeln zu können, um einen Erfolg im Stall zu haben.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde der Geschäftsbericht 2010 durch Hr. Allmannsberger und der Kassenbericht 2010 durch unseren Kassier Herrn Bauer vorgetragen. Der Vorstand und Kassier wurden einstimmig entlastet.

Vorschau für das Jahr 2011: – Markenfleischprogramm, - Vorstandssitzung über Markenfleischprogramm, - Kochbuch bis Karpfhamer Fest fertig für Mitglieder zum Selbstkostenpreis, - 07. Mai für Neueinsteiger, - Sommerstammtisch am 10.07.2011 in Oberbayern, - Infostand Karpfhamer Fest 01.-06. Sept. 2011, - 06. bis 08. Oktober Schwarz Rot Gold Bundesschau in der Hessenhalle, - Samenbestellung 2011 von einer Station zwecks Preis, - Tiermarkt in unserem Web besuchen, - Karpfham 2012 oder 2013 ob wir eine Tierschau machen,

Große Diskussion zum Markenfleischprogramm, aber noch kein gemeinsamer Nenner (Vorstandssitzung soll Entscheidung bringen)

22. Bundes - Jungviehschau in Northeim
am 5./ 6. November 2010

PROGRAMM der Bundes-Jungviehschau in Northeim:

Freitag, 05.11.2010
12:30 - 14:00 Uhr Auftrieb der Schautiere
19:30 Uhr Züchterabend im Hotel Deutsches Haus in Northeim

Samstag, 06.11.2010
9:30 – 15:00 Uhr Richten der Schaugruppen, anschließend Jungzüchterwettbewerb

Es sind sehr viele Tiere angemeldet – ein Rekordauftrieb. Erfreulicherweise gibt es eine sehr starke Bayerische Beteiligung am Wettbewerb. Ich hoffe, dass viele Mitglieder zur Schau kommen. Bezüglich Fahrgemeinschaften bitte ich alle sich im Büro von Charolais Bayern zu melden. Tel.: 08502/922182

Stand auf der Rottalschau beim Karpfhamer Fest 2010

Charolais Bayern e. V. war 2010 auf der Rottalschau beim Karpfhamer Fest mit einem Messestand vertreten. Absicht war die Rasse Charolais bei den Rinderhaltern, Züchtern, Mästern und Verbrauchern bekannt zu machen.
Insbesondere Verbraucher und Mäster und neue Mutterkuhhalter zeigten reges Interesse.
Die Rund 100 Rinderhalter und Umstellungsbetriebe die mehr über die Rasse Charolais erfahren möchten werden demnächst zu einer speziellen Info-Veranstaltung eingeladen.

Bericht über die Studienreise nach Irland
von Do, 12. August bis So, 15. August 2010

Charolais Bayern organisierte vom 12. bis 15. August eine viertägige Studienreise nach Irland. Das Angebot fand reges Interesse. Die Teilnehmerzahl musste auf 50 Personen begrenzt werden. Am Donnerstag, den 12. August ging es mit Air lingus von München nach Cork und am Sonntag, den 15.8. von Dublin nach München zurück. Dazwischen lagen vier interessante Tage mit Eindrücken von der Landschaft, den Menschen und Städten, sowie zwei Framen und einer Besamungsstation.
Am Donnerstag besuchen wir die Farm von Kevin Volley. Die Farm liegt im Süden in der Nähe von Cork. Vor 30 Jahren begann er mit einer Charolais Kuh. Heute stehen auf seinen vier Farmstandorten insgesamt 500 Charolais Rinder. „Charolais ist mein Leben!“, betont er. Das trifft auf die ganze Familie zu. Auf Schauen stellen seine Tochter die weiblichen und sein Sohn die männlichen Rinder vor. Volley geht jährlich auf zwölf Schauen. Der Betrieb lebt vom Verkauf der Zuchttiere. Er züchtet ausschließlich mit französischen Blutlinien und ist der erfolgreichste und bekannteste Züchter auf der Insel. In Irland gibt es 3000 Charolais Züchter. Von den ca. 9000 Charolais Kühen sind 5000 Herdbuchtiere.
Am Freitag stand die Besichtigung der Besamungsstation Dovea Genetics, das Naturwunder „Cliffs of Moher“ und der Strand von Gallway an der Westküste Irlands auf dem Programm. Die Besamungsstation Dovea Genetics in Tipperary wird von Dr. Ger Ryan geleitet. Das Fundament der Station beruht auf zwei Standbeinen. Zum einen die Genetik für die Milchproduktion und zum anderen die Bereitstellung von Sperma von fleischbetonten Rinderrassen. Das Sperma der Charolais Bullen wird überwiegend für Kreuzungen eingesetzt.
Die Stadt Gallway entpuppte sich als Geheimtipp. Hier wurde die Nacht von Freitag auf Samstag zum Erlebnis. Pubs, Live Musik und fröhliche Menschen hinterließen einen bleibenden Eindruck.
Am Samstag ging es mit dem Bus von der Westküste quer durch Irland an die Ostküste. Auf dem Weg gab es viele Sehenswürdigkeiten und Eindrücke von der Landschaft. Unter anderem „Rock Castle“, das aus den Harry Potter Filmen bekannt ist. Das Ziel der Tagesreise war die Farm von Mc Cabe. Auf der Farm findet einmal im Jahr eine Hofauktion statt, welche auf diesen Samstag fiel. Der Besuchstermin hätte daher nicht besser organisiert sein können. Bei Mc Cabe stehen 150 Charolais Kühe auf der Farm. Insgesamt werden 280 ha Fläche bewirtschaftet. Die Abkalbung ist von September bis April. Anfang November kommen die Tiere von der Weide. Dies ist in Irland so üblich, da es dort in den Wintermonaten sehr stark regnet. Futtergrundlage sind Heu- und Grassilage. Mc Cabe machte einen glücklichen Eindruck. Er war mit der Hofauktion sehr zufrieden. Die 83 weiblichen Rinder des Geburtsjahrganges 2008/2009 erlösten Preise zwischen € 2400 und € 5600. Er begann die Charolais Zucht 1989 mit dem Kauf von neun Zuchtkühen aus Frankreich. Heute ist er neben Volley einer der zwei anerkanntesten Züchter in Irland.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag kamen die Nachtschwärmer in den Pubs der Hauptstadt Dublin oder in der Hotelbar bei Live Musik voll auf ihre Kosten.
Am Sonntag fand eine Stadtführung durch Dublin statt. Besonders beeindruckend war ein 700 ha großer Freizeitpark für die 1,8 Millionen Einwohner Dublins. Nach dieser Führung konnte sich jeder seinen privaten Bedürfnissen widmen. Die Geschäfte sind dort auch am Sonntag geöffnet.


 

Sommerstammtisch 2010 mit Smokergrill

Am Sonntag 11. Juni 2010 fand der Sommerstammtisch in Oberbayern bei den Familien Peter Naßl, Gröbenzell und Rudolf Braumiller, Biburg statt. Er war mit ca. 80 Personen sehr gut besucht. Die Teilnehmer informierten sich über Vermarktungsstrategien beider Betriebe. Wir bedanken uns bei den Familien Naßl und Braumiller für die
Gastfreundschaft und die Informationen der Betriebsleiter über die Betriebsführung.
Das absolute Highlight war der nostalgische „Smokergrill“ vorgeführt von Starkoch Rotheneichner Leonhard.
Bei Knödel, Salat, gegrilltem Rinderschlegel und unserer musikalischen Umrahmung von unserem Mitglied
Herrn Heinrich Fritz auf der „ Steirischen“ ließen wir den Nachmittag gemütlich ausklingen. Herzlichen Dank
an alle Teilnehmer.
Der Verein Charolais Bayern e. V. wird sich keinen eigenen Smokergrill anschaffen. Der Smoker kann gegen
eine Gebühr von ca. 200.- € jederzeit ausgeliehen werden. Der Kontakt zu dem Vermieter kann über das
Büro von Charolais Bayern angefordert werden.

 

2. Rottaler Fleischrinderschau in Karpfham

2. Rottaler Fleischrinderschau Karpfham organisiert von Charolais Bayern e. V. unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers für Ernährung Landwirtschaft und Forsten, Herrn Helmut Brunner.

Anlässlich des Karpfhamer Festes, das von 400.000 Gästen besucht wird, fand am Dienstag, den 01. September 2009 die 2. Rottaler Fleischrinderschau unter der Organisation von Charolais Bayern e. V. statt.

60 erstklassige Zuchttiere der Kategorie Fleischrinder, von Betrieben aus Deutschland und Österreich, nahmen bei dieser Schau teil. Die Richtwettbewerbe wurden unter den Altbullen, Jungbullen, Kuh mit Kalb, 2-jähr. Färsen und 1-jähr. Färsen durchgeführt.

Bei den Galloways konnte auch ein kleiner Richtwettbewerb durchgeführt werden.
Bei den anderen Rassen wie Aubrac, Limousin, Highland, Angus, Gelbvieh, Pustertaler Schecken, Fleckvieh, und Murnau Werdenfelser wurde durch eine bunte Rassepalette, die Vielfalt der Rasse präsentiert. Hier wurden jeweils 1 – 3 Tiere aufgetrieben und hervorragend als kleine Demo-Gruppe vorgeführt.

Im Ring wurde abwechselnd, bei den Charolais von Friedrich Averbeck und bei den anderen Rasseblöcken, von Torsten Kirstein, beide aus Niedersachsen, gerichtet.

Nach dem die Sieger der einzelnen Gruppen am Ende des Richtwettbewerbs fest gelegt waren, wurde aus allen Siegern der Karpfham-Champion gewählt. Hier fiel die Wahl auf den 1-jährigen Bullen „Alf“ aus der Zuchtstätte Hölzlberger, Vilshofen, der sich mit seinem Exterieur erstklassig präsentierte.
Als Reserve-Champion wurde die Färse „Italia“, eine Ananastochter, vorgeführt vom Jungzüchter Martin Allmannsberger aus Fürstenzell prämiert.

Außerdem wurden vom Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zwei Züchtermedaillen in Bronze an Thomas Hölzlberger und an Josef Lobmeier (Winzer) überreicht.

Als großes Rahmenprogramm wurde die Bullenparade von den Models des Jungbauernkalenders begleitet, sowie ein Jungzüchterwettbewerb abgehalten.

Durch den Moderator, Martin Gruber (Bayr. Rundfunk), wurden den Besuchern viele Vorteile aus der Mutterkuhhaltung aufgezeigt wie z. B. Produktion von gesunden, hochwertigen Lebensmitteln, der Tierschutz, der Umgang von Mensch und Tier, die Landschaftspflege, und die Erhaltung unserer Kulturlandschaft.


Siegerliste und Fotos finden Sie unter Aktuelles im Extrapunkt -2. Fleischrinderschau Karpfham 2009.

 

Bundes-Jungviehschau

Die Bundes-Jungviehschau war nach der Schwarz-Rot-Gold-Schau im letzten Jahr und der wegen Blauzunge ausgefallenen Jungviehschau 2006 nun endlich wieder ein Wettbewerb ohne Einschränkung und mit bundesweiter Beteiligung. Mehr als 100 Schautiere gingen in den Ring. Die Rangierung der Tiere erfolgte in einem Ring und wurde von Cornelia Buchholz vom RBB vorgenommen.

Frankreichreise von Charolais Bayern

Am 5. September machten wir uns auf den Weg nach Frankreich. Dort besichtigten wir in der Nähe von Fontaines die Besamungsstation Charolais Optimal. In der Neu gebauten Station wurden uns von Hr. Denis Sergie und Hr. Dr. Boris Kasatkin die verschiedenen Besamungsbullen vorgeführt. Wir konnten dabei einen Eindruck über die Genetik und den Zuchtfortschritt der Französischen Zuchtbullen gewinnen. Anschließend wurde uns das Zuchtprogramm im Schulungsraum der Station vorgestellt. Bei genetisch hornlosen Bullen für Deutschland, Großbritannien und Amerika gibt es mittlerweile guten Zuchtfortschritt. Bis zu einem Alter von ca. 8 Jahren werden die Bullen geprüft und erst dann wird das Sperma der Bullen verkauft. Entscheidend ist auch die Qualität der weiblichen Nachzucht in allen Zuchteigenschaften. Die Zuchtbullen in der Station werden bis zu 15 Jahre alt. In Frankreich gibt es 1,8 Mio. Charolais Kühe. Davon werden 250.000 kontrolliert und 125.000 sind im Herdbuch eingetragen. Von dieser großen Menge bleibt letztendlich nur ein Bulle für die Zuchtstation übrig. Er wird mit den Nachkommen auf allen Eigenschaften geprüft. Dies ist ein sehr langwieriger und kostenintensiver Prozess.

Am zweiten Tag besichtigten wir den Familienbetrieb Gaec du Morvan (Biobetrieb mit 250 Herdbuchkühe). Die Kühe des Betriebs werden zu 100 % künstlich mit Anpaarung durch Samen von Charolais Optimal belegt. Durchschnittlich wird dieser Betrieb wegen genetischen Zuchtfortschritt alle 3 Jahre komplett erneuert. Das heißt die Kühe des Betriebs werden maximal 7 Jahre alt. Der Betrieb ist komplett durchorganisiert. Die Kälber werden von Oktober bis Dezember geboren. Kühe die Fruchtbarkeits- oder Geburtsprobleme haben werden sofort selektiert. Die neuen Stallungen dieses Betriebes sind auf preisgünstige Weise erbaut und erfüllen trotzdem alle verlangten Kriterien der Bioschiene. Von den Jährlich 250 geborenen Kälbern werden nur die 10 besten Bullen für die Zucht verkauft alle anderen gehen zur Mast. Die Masttiere unterliegen dem Markenfleischprogramm Labbel-Rouche. Der Betrieb umfasst 450 Hektar LF.

Der zweite Betrieb war der Familienbetrieb Remy Prost. Ein 85 Hektar Betrieb mit 57 Mutterkühen der auch mit ein paar Kühen über Embryotransfer nur für die Besamungsstation Zuchtbullen produziert. Fam. Prost ist laut den Indexzahlen einer der besten Züchter Frankreichs. Die Ausgeglichenheit der Herde von Fam. Remy Prost war für uns sehr beeindruckend. Alle Tiere waren genau selektiert und sehr gleichmäßig.
Wir besuchten das Schloss SARL MARQUIS DE MAC MAON mit Schlossführung und anschließender Weinprobe.

Am dritten Tag fuhren wir nach Beaune, die Metropole mitten in Burgund. Jeder konnte sich frei der Kultur widmen. Weinmusen, Notre-Dame, Weinproben und Stadtrundfahrten boten dazu allerhand Möglichkeiten.

Wie es sich für eine Frankreichreise gehört kam natürlich das leibliche Wohl nicht zu kurz. Die französische Küche und die französischen Weine sorgten für kulinarische Hochgenüsse.

Gemeinsame Betriebsbesichtigung mit dem Verband deutscher Charolaiszüchter

Weiß-Blaue Charolais

Charolaisverband tagt in Bayern

Der Bundesverband der Deutschen Charolaiszüchter als Interessenvertretung für die weiße Rasse mit ihren Wurzeln in Frankreich, wurde bereits vor 45 Jahren gegründet. Jährlich Mitte Juni führt der Verband seine Jahrestagung mit wechselndem Besuch verschiedener Bundesländer durch. Das diesjährige Treffen fand in Bayern statt.

Nicht nur die vorzügliche bayrische Charolaiszucht, lernten die mehr als 80 Tagungsteilnehmer näher kennen, auch das Land Bayern selbst wurde „erkundet“. Der erste Betrieb, der besucht wurde, liegt in Franken. Hier bewirtschaften Rudolf und Martina Koas einen 30 ha Betrieb im Nebenerwerb. 12 gut selektierte Herdbuchkühe mit Nachzucht nutzen das Grünland. Interessante Abstammungen und gepflegte Tiere hatten das ungeteilte Interesse der Charolaisfreunde vor Ort. Neben dem Zuchtviehverkauf spielt die Direktvermarktung von Charolais – Qualitätsfleisch die Hauptrolle für die Wirtschaftlichkeit des Betriebszweiges der Familie Koas, im fränkischen Obernbreit. Der Vorsitzende des Fleischrinderverbandes Bayern ließ es sich nicht nehmen, die Gäste vor Ort selber zu begrüßen und ihnen die Landeszucht zu erläutern.
Zweite Station der Bayernvisite war das Tagungshotel „Zum Koch“ in Ortenburg. Hier wurden die Gäste des Auslandes und aller Bundesländer, die Anreisewege von zum Teil mehr als 1000 km hinter sich hatten, in hervorragender Weise mit den Produkten der bayrischen Küche verwöhnt. Zusätzlich gab es hier zur Generalversammlung des Verbandes Wissenswertes aus dem letzten Zuchtjahr und Informationen zum Zuchtgeschehen auf Bundesebene.
Trotz Strukturwandels und örtlich leicht rückläufiger Mutterkuhzahlen ist der Charolaisverband gut aufgestellt und mit seinen Mitgliedern sehr aktiv. Neben erfreulichen Mitgliederzuwächsen ist eine deutlich belebte Jungzüchterarbeit zu verzeichnen, die mit einem erneuten Trainingslager am letzten Augustwochenende in Niedersachsen zusätzliche Akzente setzten wird. Eine rege Diskussion aktueller Tagesthemen wie „Zucht“ und „Vermarktung“ anlässlich der Versammlung kennzeichnen das rege Verbandsleben.
Zur dritten Station der Reise ging es wieder in die Praxis. Ausgezeichnete Zuchttiere, handverlesen und mit bestem Pedigree waren auf dem Betrieb der Familie Siegfried Schneiderbauer in Rossbach zu bewundern. Das Dauergrünland des 30 ha – Nebenerwerbsbetriebes wird mit 12 Herdbuchkühen plus Nachzucht genutzt. Eine Vielzahl an Schauerfolgen steht hier für Konstanz und Fortentwicklung in der Zucht.
Vierter Anlaufpunkt war der Betrieb der Familie Robert Allmannsberger in Fürstenzell. Der hochmotivierte Betriebsleiter stellte den Besuchern eine sehr homogene und leistungsstarke Herde vor, die auf bewährte französische Genetik aufbaut. Mehr als 100 Herdbuchkühe werden hier erfolgreich im 100 ha – Dauergrünlandbetrieb erfolgreich gemanagt. Mit viel Eigeninitiative vermarktet Robert Allmannsberger erfolgreich Spitzengenetik im Lande und über die Landesgrenzen hinaus. Eine umfassende Rindfleischvermarktung mit Hofgeschäft ist ein zusätzliches wesentliches Standbein des Betriebes. Mit sehr viel Initiative führt der Betriebsleiter zusätzlich die Landesgruppe „Charolais Bayern“. Ihre stetige Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Mutterkuhhaltung mit der Rasse Charolais sind sein erklärtes Ziel. Ein durchdachtes Konzept für die Vermarktung von Charolaisfleisch in der Region Bayern, zeigt, dass hier Praxisarbeit im Sinne der Landwirte geleistet wird.
Die fünfte Station am letzten Reisetag führte die Charolaisfreunde auf den Betrieb der Familie Albert Randelkofer nach Obereinöd in die Hallertau. Bewirtschaftet werden hier ca. 100 ha Betriebsfläche. Das Hauptstandbein ist die Hopfenproduktion und daneben die Charolaiszucht mit 80 Herdbuchkühen. Zwei Besonderheiten erwarteten die Besucher: zum einen eine hervorragende Information über den erfolgreichen und arbeitsintensiven Hopfenanbau, der hier immerhin eine Fläche von 13 ha umfasst, zum anderen war es eine Charolaisherde, in der schon sehr frühzeitig auf Hornlos-Genetik gesetzt wurde und wo deswegen inzwischen auch erfolgreich hornlose Zuchttiere regional und überregional vermarktet werden. Nicht üblich, aber im Betrieb der Familie Randelkofer erfolgreich praktiziert, ist das Erstkalbealter der Kühe von 24 Monaten, das sich vor Ort sehr gut bewährt hat.

Weiß-Blau rundum gelungen

Die Reise der deutschen Charolaiszüchter in das Gebiet des deutschen Fußballmeisters war eine rundum gelungene Sache. Vor Ort war die Stimmung hervorragend, die weitgereisten Gäste wurden rundum verwöhnt und nahmen viele Anregungen und positive Eindrücke mit nach Hause.
Auch das Wetter spielte mit und präsentierte „Blau-Weiß“.
Bayerns Charolais können sich in der Spitze auf jeder überregionalen Schau präsentierten.
Sie zeigen einen hohen Qualitätsstandard und sind Dank hochmotivierter Züchter auf einem guten Weg.

F. Averbeck

Frühlingsstammtisch in Oberbayern mit Zahlreicher Teilnahme.


Am Sonntag, 20. April 2008 fand bei herrlichem Frühlingswetter unser Stammtisch statt.
Sehr erfreulich war, dass 85 Personen teilgenommen haben.

Es wurden 3 Betriebe besichtigt.
Beginn war um 10:00 Uhr beim Betriebs unseres neuen Mitglieds
Johann Zots, Kohlstattstraße 2, 85229 Hirtlbach.
Hr. Zots ist ein Neueinsteiger. Dort war auch unser Treffpunkt.

Weiter gings zum Direktvermarktungsbetrieb
Manfred Schenkel, Jetzendorferstr. 9, 85258 Fränking.
Nach unserer Mittagspause besichtigten wir den Betrieb.

Abschließend waren wir beim Betrieb
Bernhard Lemberger Würmbachstr. 31, 85716 Riedmoos.

Auf allen drei Betrieben gab es interessantes für uns zu sehen.

Bericht über Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen am Sonntag, 09. März 2008, in Paulushofen

Beim diesjährigen Referat ging es um das Thema „Aktuelles zur Blauzungenkrankheit“. Hierzu berichtete uns Hr. Andreas Braschos-Lieven aus Kleve von seinen Erfahrungen als betroffener Landwirt. Außerdem hielt uns Hr. Dr. Gerd Wittkowski, Tierärztlicher Leiter des TGD Bayern und Leiter des Ausschusses für Tiergesundheit der Arbeitsgemeinschaft deutscher Rinderzüchter einen Vortrag aus tierärztlicher Sicht.

Die Refarate waren sehr aufschlussreich.

1. Süddeutscher Fleischrindertag in Ilshofen (Baden-Würtenberg) am 02. Februar 2008

Dort fand erstmals ein gemeinsamer Fleischrindermarkt mit Tieren aus Baden-Württemberg und Bayern statt!

Zum Auftrieb kamen ca. 120 Bullen der Rassen Angus, Charolais, Fleckvieh hornlos Galloway, Highland und Limousin. Bei den Rassen Charolais und Limousin standen auch genetisch hornlose Tiere zum Verkauf. Außerdem wurden weibliche Tiere versteigert.

Die Veranstaltung war sehr erfolgreich. Vor allem die Bayerischen Charolais Züchter erzielten gute Preise.

Im Schnitt 2.540 € erzielten die 10 verkauften Charolais-Bullen. Fünf Charolais-Rinder fanden für einen Durchschnittspreis von 1.440 € neue Besitzer.

Bundesschau „Schwarz – Rot – Gold“ in der Hessenhalle in Alsfeld am 12. und 13. Oktober 2007

Zum zweiten Mal gehen die Rassen Charolais, Limousin und Blonde d’Aquitaine mit einer großen nationalen Schau an die Öffentlichkeit.

Die zweite „Scharz-Rot-Gold“-Veranstaltung umfasst 250 Schautiere, die um die nationalen Titel antreten. Die Züchter sowie die Veranstalter freuten sich natürlich über einen regen Besuch .

 

Charolais Bayern unterwegs auf 2-tägiger Sommerstudienfahrt

Am Samstag, den 28.07.2007, machten sich 35 Charolais-Züchter und –halter aus ganz Bayern mit dem Bus auf den Weg nach Würzburg. Mit dem Schiff ging es dann weiter nach Veitshöchheim zum „Lustwandeln“ im schönsten Rokokogarten Europas. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es mit dem Schiff zurück nach Würzburg und dann mit dem Bus weiter zum Zuchtbetrieb Erwin Rabenau in Rabenau. Nach einem herzlichen Empfang mit Kaffee, Kuchen und Häppchen zeigte uns Herr Rabenau seine hervorragende Charolaisherde. Seit 1984 züchtet er Charolais-Rinder und selektierte seine Herde auf Höchstniveau. Beim abendlichen Züchterstammtisch im Hotel in Ramrod wurden dann bei Kerzenschein und reichhaltigem Buffet der Abend mit interessanten Gesprächen beendet.
Am Sonntag morgen ging es dann weiter nach Laubach zu dem in einem beeindruckendem Tal gelegenen Oberseenerhof (Naturland-Betrieb) von Peter und Sabine Gries, die seit 1972 Charolais-Zucht betreiben. Nach einem ebenso herzlichem Empfang mit reichlicher Bewirtung zeigte uns Herr Gries seine neu gebaute Bergehalle. Anschließend sahen wir auf hofnahen Weiden ca. 100 Charolais-Kühe mit Nachzucht und Zuchtbullen, wobei uns vor allem der sehr typvolle, gut bemuskelte Zuchtbulle Laurin als harmonisches Ganzes beeindruckte.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen in Betzenrod fuhren wir nach Miltenberg zum Hof unseres Charolais-Bayern-Mitgliedes Hermann Krömker, wo wir verschiedene Aufstallungsformen (Ganzjahresstallhaltung) für seine ca. 100 Charolais- und Kreuzungskühe sehen konnten, wobei im Betrieb Krömker die Fresserproduktion auf Fleisch ausgerichtet ist. Nach dieser leider verregneten Betriebsbesichtigung ging es nach Kaffee und Kuchen heimwärts.
Charolais Bayern bedankt sich bei allen Betrieben für die herzliche Aufnahme, bei unserem Busfahrer und Charolais-Bayern Mitglied Georg Schindlbeck für die gute und sichere Fahrt, und wünscht weiterhin viel Erfolg mit den Charolais.
Fazit: Alles in allem war es für alle eine interessante, lehrreiche aber auch unterhaltsame Sommerstudienfahrt, von der sicher manche Anregung mit nach Hause genommen wurde.

Homöopathiekurs im Staatsgut Kringell am 07.04.2007

Die 10 Teilnehmer am Homöopathiekurs setzten sich aus Anfängern und Fortgeschrittenen zusammen. Der Kursleiter Herr Ramelsberger leistete hervorragende Arbeit und ging jeweils individuell auf die verschiedenen Wissenstände der Kursteilnehmer ein. Nach Abschluß dieses Tages hatte jeder Teilnehmer viel Neues über die Homöopathie erfahren und gelernt.

Jahreshauptversammlung am 25. März 2007 im Gasthof Euringer, Paulushofen, Beilngries

Der 1. Vorsitzende Robert Allmannsberger konnte zahlreiche Mitglieder und Interessenten von Charolais Bayern begrüßen. Nach einem ausführlichen Rückblick von Herrn Allmannsberger auf die Aktivitäten des Jahres 2006, wie Märkte in Pocking und Ansbach, Klauenpflegekurs, Weidefestival Schönbronn, Lehrfahrt nach Kärnten verlas Kassier Ernst Bauer den Kassenbericht für 2006. Die Kasse wurden von den Kassenprüfern geprüft und für in Ordnung befunden. Anschließend wurde die Vorstandschaft und der Kassier einstimmig entlastet.

Als nächsten Punkt wurde aus formellen Gründen erneut über die Satzungsänderung abgestimmt, wobei die Änderungen einstimmig angenommen wurden.

Nach einstimmigen Beschluß aller anwesenden Mitglieder wurde "Gründervater" Peter Will zum Ehrenmitglied von Charolais Bayern e. V. ernannt. Hr. Allmannsberger überreichte Herrn Will eine Urkunde und bedankte sich nochmals für die geleistete Aufbauarbeit.

IHerr Dr. Boris Kasatkin hielt einen interessanten Vortrag über die Entwicklung vom Kalb zum fertigen Besamungsbullen und zeigte die Stärken mehrerer Besamungsbullen für die künstliche Besamung auf.

Anschließend wies Hr. Allmannsberger noch auf den Homöopathiekurs im Staatsgut Kringell hin und bat alle Interessierten, sich umgehend anzumelden. Außerdem wurden neue Poster von Charolais Bayern e. V. vorgestellt, die ab sofort zu beziehen sind. Leider muß die geplante 2. Rottaler Fleischrinderschau Karpham heuer wegen der Blauzungenkrankheit ausfallen.

Zum Abschluss stellte Hr. Hofmaier am PC noch das Triesdorfer Herdenmanagement vor.

Nach regen Diskussionen und Meinungsaustausch über die Zukunft der Charolais-Zucht bedankte sich der
1. Vorsitzende Robert Allmannsberger bei allen Anwesenden für Ihre Teilnahme an der Versammlung und Ihr Interesse und wünschte eine gute Heimfahrt.

Ansbacher Zuchtviehmarkt am 02.+03. Februar 2007

Am Ansbacher Markt gab es einen deutlichen Preissprung gegenüber dem Vorjahr bei den Charolaisbullen um gut 300 Euro. Von den 9 aufgetrieben Bullen wurden auf der Auktion 8 verkauft. An der Spitze stand ein genetisch hornloser "Sparta-Sohn" von dem Zuchtbetrieb Albert Randlkofer, Obereinöd. Der Siegerbulle wechselte für 2600 Euro den Besitzer, wurde aber noch von einem hornlosen "Sir Tonco Sohn" aus dem gleichen Betrieb übertroffen (2800 Euro). Als Reservesieger stufte die Körkommission einen Uniroyal-Sohn aus der Zucht von Robert Allmannsberger, Fürstenzell, ein. Bei dieser Auktion standen eindeutig die 4 hornlosen Bullen im Interesse der Käufer.

Wir freuen uns, an 2 Mitgliedsbetriebe die Ankaufshilfe für den Erwerb eines Zuchtbullen Wertklasse 1 auszahlen zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch zum Kauf!

Winterstammtisch am Sonntag, 26. November 2006 im Frankenland

Etwa 40 Charolais-Mitglieder und Interessenten trafen sich am Bio-Betrieb Familie Franz Klügl, Mungenhofen 1, Hemau zur Betriebsbesichtigung. Familie Klügl bewirtschaftet den Betrieb mit einer Charolais-Mutterkuhherde mit ca. 30 Kühen und eigener Nachzucht nach biologischen Richtlinien. Die Verwertung der Tiere erfolgt über eine anerkannte Bio-Metzgerei. Interessant war auch die 2006 erfolgte Stallerweiterung mit Stahlträgern, die kostengünstig in Eigenleistung durchgeführt wurde.

Weiter gings zu unserem Mitgliedsbetrieb Franz Meyer, Aichkirchen, Hemau. Im eigenen Gasthaus wurden wir von der Familie Meyer vorzüglich bewirtet. Anschließend besichtigten wir die in verschiedenen Altgebäuden untergebrachte Mutterkuhherde mit 20 Kühen und Nachzucht. Der Sohn der Familie Meyer, gelernter Metzger, arbeitet bereits im Betrieb mit, baute einen Kühl- und Zerlegeraum ein, und betreibt zusammen mit seiner Familie eine Direktvermarktung. Und natürlich wird auch in der eigenen Gasthaus-Küche mit Fleisch von eigenen Charolais-Rindern gekocht.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein in der Gaststube der Familie Meyer blickte der 1. Vorsitzende Robert Allmannsberger noch kurz zurück auf das vergangene Jahr und bedankte sich bei den Familien Klügl und Meyer für die herzliche Aufnahme und die guten Eindrücke, die von beiden Betrieben gewonnen worden waren.

Fahrt nach Kärnten, St. Paul im Lavanttal, vom 30. September bis 01. Oktober 2006

Am Samstag morgen traf sich die 22-köpfige Reisegruppe im Staatsgut Kringell bei Passau zur Besichtigung des nach den Richtlinien von Naturland neu erbauten Färsenaufzuchtstalles für 90 Tiere. Im offenen, nach süd-osten ausgerichteten Stall mit überdachtem Fress- und Liegebereich liegen die Tiere in eingestreuten Tiefboxen. Die stationäre Stroh-Einstreumaschine der Firma Schauer ist in der Praxis vorgeführt worden.

Anschließend ging es weiter nach Prambachkirchen (Österreich) ins Werk der Firma Schauer. Die Firma Schauer ist ein weltweit agierender Betrieb im Bereich Stalleinrichtung, Stallzubehör, Fütterungstechnik und Biogas mit Produktionsbetrieb in Österreich und der Slowakei. Anfangs wurde uns vom Verkaufsleiter bei einer Brotzeit und Getränken die Entstehung und Entwicklung der Firma erzählt. Bei der anschließenden Besichtigung der Produktion hatten wir auch Einblick in die Betriebsabläufe vom Auftragseingang über die Bearbeitung bis hin zur Auslieferung. Hierbei legt die Firma Schauer großen Wert auf Langlebigkeit, Robustheit und Kunden-freundlichkeit.

Mittags ging es weiter nach Kärnten ins Lavanttal, wo wir am späten Nachmittag bei der Familie Puchner ankamen. Auf über 1000 m Höhe wurden wir freundlich mit Kaffee und Selbstgebackenen empfangen. Der Hof mit 20 ha Grünland und 50 ha Bergwald bietet Platz für eine Herde mit 20 Charolais-Mutterkühen, die tagsüber die Bergwiesen beweiden und nachts im Liegeboxenlaufstall untergebracht sind. Den Kälbern steht ein Tieflaufbereich zur Verfügung, für das Jungvieh wurde ein Tieflaufstall an das bestehende Stallgebäude angebaut.

Abends ging’s in eine der vielen „ Buschenschenken“ zu einer zünftigen Brotzeit mit Most, guter Unterhaltung und Gemütlichkeit bis wir dann spät nachts endlich in die Betten kamen.

Am Sonntag nach dem Frühstück besuchten wir den Zuchtbetrieb Krall in St. Paul, einen 40 ha großen Betrieb mit hauptsächlich Ackerbau. Nur 2,5 ha der Betriebsfläche werden als Auslauf für die 40 Charolais- Mutterkühe genutzt, die in einem neugebauten Liegeboxenlaufstall mit Spaltenboden untergebracht sind. Die deckfähigen Färsen mit einem Deckbullen werden separat in einem Altgebäude gehalten. Die aus dem eigenen Ackerbau kommende Maissilage wird zusammen mit Stroh an die Herde verfüttert. Von der gastfreundlichen Familie Krall wurden wir dann im wunderschönen Innenhof mit einem zweiten Frühstück bewirtet.

Mittags hatte jeder noch die Gelegenheit, das Benediktinerstift in St. Paul mit Kirche zu besichtigen, bevor es bereits wieder Richtung Heimat nach St. Martin in Oberösterreich zur Familie Schachinger ging.

Die Familie Schachinger bewirtschaftet einen Biobetrieb mit einer Fläche von ca. 80 ha mit angegliederter Direktvermarktung von Charolais-Fleisch. Es stehen ca. 50 Charolais-Mutterkühe auf dem Betrieb. Die Herde ist den Sommer über auf der Weide. Für den Winter wurde vor ca. 2 Jahren ein neuer Stall für 20 Mutterkühe in Rundholzbauweise erstellt, die restliche Herde ist in Altgebäuden untergebracht. Bei Interesse konnte der Schlacht- , Kühl- und Verkaufsraum der Direktvermarktung besichtigt werden. Mit warmen Leberkäse und Getränken ließen wir den Tag in der Garage der Familie Schachinger ausklingen.

Anschließend ging es zurück zum Treffpunkt Kringell, wo wir uns müde und erschöpft aber auch froh, glücklich und zufrieden nach dieser wunderschönen Fahrt, voneinander verabschiedeten.

PS: Das Wetter war herrlich – stand aber auch nie zur Debatte, denn „wenn Engel reisen ...“

Sommerstammtisch im Frankenland am 19. August 2006 in Schönbronn im Rahmen des Weidefestivals

Leider war unser Charolais-Bayern-Stammtisch im Rahmen des WeideFestivals Schönbronn sehr schwach besucht. Viele Mitglieder hatten sich bereits vorab entschuldigt, da sie mit Feldarbeiten beschäftigt waren.
Zur Zeit ist es ja leider so, dass man sich die Tage, an denen man auf den Feldern arbeiten kann, stehlen muss. Und der Wetterbericht prognostizierte bereits wieder eine Wetterverschlechterung, so dass hier einfach Prioritäten gesetzt werden mussten.

Trotzdem präsentierten sich die Charolais-Züchter aus ganz Deutschland perfekt – Foto liegt bei!

Aus dem Betrieb Siegfried Schneiderbauer, Rossbach, kommt die Europasiegerin in der Kuhklasse – die Kuh
„Olabella“ zeigte sich mit ihrem schönen Kuhkalb bei Fuß von ihrer besten Seite.

Ebenso hervorragend platzierte sich der Bulle „Olvao“ aus dem Zuchtbetrieb Rudolf Koas, Obernbreit, als Reservesiegerbulle.

Zu diesen schönen Erfolgen gratuliert Charolais Bayern e. V. seinen bayerischen Züchtern auf das herzlichste.

Färsenauktion Pocking am 08. April 2006

Am Samstag, 08. April 2006, fand in der Versteigerungshalle Pocking ein Zuchtviehfärsenmarkt für Charolais und Limousin, veranstaltet von Charolais Bayern statt.

Der Markt verlief für diese erstmalige Veranstaltung sehr gut. Es wurden 21 Tiere aufgetrieben, 8 Limousin und 12 Charolais-Rinder zwischen 12 und 18 Monaten alt, und eine Charolais-Kuh. Die Preise lagen bei den Limousin-Rinder bei ca. 1.350,-- € und bei den Charolais-Tieren bei ca. 1.450,-- €. Die Charolais-Kuh wurde für 2.200.-- € versteigert.

Das Marktgeschehen wurde sehr stark von österreichischen Züchtern und vor allem von einer Delegation aus Lettland, die Charolais Bayern speziell zu diesem Markt eingeladen hatte, bestimmt.

Bericht über die Jahreshauptversammlung mit 10-jährigem Jubiläum am 12. März 2006

Die Jahreshauptversammlung war sehr gut besucht. Der 1. Vorsitzende Robert Allmannsberger verlas den Geschäftsbericht für das Jahr 2005, dass von allen als erfolgreich bewertet wurde. Der Kassenbericht wurde vom Kassier Ernst Bauer vorgetragen. Anschließend wurde die Vorstandschaft und der Kassier einstimmig entlastet.

Als nächsten Punkt wurde über die Satzungsänderung abgestimmt, wobei die Sitzverlegung von Starnberg nach Fürstenzell einstimmig angenommen wurde. Ebenso einstimmig erfolgte die Zustimmung zur Erweiterung der Vorstandschaft um 2 Beisitzer.

Als Beisitzer wurden neu gewählt: Herr Georg Schindlbeck, Gerzen und Herr Markus Geppert, Emskirchen.

Ebenso neu gewählt wurden turnusmäßig die beiden Kassenprüfer. Hierbei stellten sich die bisherigen Kassenprüfer nicht mehr zur Wahl. Einstimmig neu gewählt wurden Herr Paul Guggenberger, Bad Endorf, und Herr Josef Siferlinger, Höslwang.

Im Rahmen dieser Jahreshauptversammlung wurde auch das 10-jährige Bestehen von Charolais Bayern e. V. gefeiert. Es war uns allen eine große Freude, im Rahmen dieser Feier auch unseren „Gründervater“ Peter Will, genesen von seiner Erkrankung, bei uns begrüßen zu dürfen.

Die Vorstandschaft von Charolais Bayern e. V. bedankte sich bei seinen Gründungsmitgliedern


Martin Pichlmair, Bockhorn
Braumiller Rudolf, Biburg
Randlkofer Albert, Attenhofen
Weinhardt Stefan, Ottobeuren
Siferlinger Josef, Höslwang
Guggenberger Paul, Bad Endorf
Will Peter, Kempfenhausen


mit einer Urkunde.

Leider waren die Gründungsmitglieder

Egger Anton, Dürrlauingen
Sturm Gerhard, Issing
Mayer Karl, Günzburg-Reisenberg

nicht anwesend, diese erhalten Ihre Urkunde per Post zugeschickt.

Herr Peter Will gab uns dann einen Rückblich über 10 Jahre Charolais Bayern e. V. – siehe hierzu auch Zu 3.


Beim anschließenden Referat von Herrn Gregorie Peniere von der Zuchtstation UCATRC wurde über Genetik und Zuchterfolg durch den Einsatz von geprüften Zuchtbullen gesprochen und auch die Wirtschaftlichkeit einer Entscheidung für kontrollierte Anpaarung aufgezeigt.

Zuchtbullenmarkt Ansbach am 03. und 04. Februar 2006

Marktbericht
Es wurden insgesamt 13 Charolais-Zuchtbullen, davon 2 genetisch hornlos, zur Körung aufgetrieben.
Siegerbulle wurde ein Royannant-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Allmannsberger, Fürstenzell.
Reservesieger wurde ein Gulliver-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Schneiderbauer, Rossbach.
Weiter wurden auch sehr gute Zuchtbullen aus den Zuchtbetrieben Grauf, Feuchtwangen und Randlkofer, Attenhofen gezeigt.


Charolais Bundesjungviehschau in Northeim am 04./05. November 2005

Zahlenmäßig und qualitativ hochwertig präsentierten sich anlässlich der Bundesjungviehschau die deutschen und speziell die bayerischen Zuchtstätten den interessierten Besuchern. Mit mehr als 80 Ausstellungstieren aus ganz Deutschland, Luxemburg und Frankreich, war es für die Preisrichter, Carola Buchholz aus Brandenburg und Horst Hinkelmann aus Nordrhein-Westfalen, nicht einfach, diese hochwertige Kollektion aus sehr gut besetzten Richtgruppen von ausgewogener Qualität richtig zu rangieren.

Die Schaugruppen waren eingeteilt in drei Kategorien:
- Bullenkälber des letzten Zuchtjahrganges
- Kuhkälber des letzten Zuchtjahrganges
- Rinder des vorletzten Zuchtjahrganges

Zuchterfolge aus bayerischer Sicht waren:

Bullenkälber:
- 1a Platz und Bundesreservesieger Jungbullen:
Thomas Hölzlberger, Aunkirchen, mit „Oxford“ einem typvollen und sehr korrekten
„Obelix“-Sohn
- 1a Platz:
Robert Allmannsberger, Holzham, mit einem sehr ausgeglichenen und typvollen „Rayonnant“-Sohn
- 1a Platz:
Siegfried Schneiderbauer, Rossbach, mit einem sehr korrekten, gut bemuskelten und typvollen „Soprano“-Sohn
Kuhkälber:
- 1a Platz:
Siegfried Schneiderbauer, Rossbach, mit einer stark entwickelten und sehr korrekten
„Soprano“-Tochter
Rinder:
- 1a Platz:
Rudolf Koas, Obernbreit mit „Orpheé“, einer „Meillard“-Enkelin mit sehr korrektem Knochenbau und sehr gutem Typ

Weitere bayerische Erfolge konnten aus den Zuchtbetrieben Gisela Morner, Velden mit „Dora“, einer „Troubadour“-Tochter, und Albert Randlkofer, Attenhofen, mit einer „Sans-Souci“-Tochter, erzielt werden. Wobei zu bemerken ist, dass es innerhalb der Richtgruppen bei den qualitativ hochwertigen Jungtieren oft sehr knapp zuging und manches 1b oder 1c bewertete Tier auch einen besonderen Kommentar verdient hätte. Bei der Siegerauswahl ging es wirklich um die berühmte Haaresbreite, denn in der Qualität glichen sich die Besten der Besten fast wie ein Ei dem anderen.

Fazit:
Auf dieser 18. Bundesschau der deutschen Charolaiszüchter überzeugten die gezeigten Jungtiere,
besonders auch aus bayerischer Sicht! Sie zeigten einen qualitativ hochwertigen Standard der bisher unerreicht ist. Er ist ein Beleg für einsatzstarke und erfolgreiche Zuchtarbeit, die deutsche und bayerische Zuchtbetriebe für die Rasse Charolais leisten.

Was die Zuschauer in Northeim auf der Bundesschau zu sehen bekamen, stimmt mit Blick auf künftiges Zuchtgeschehen hoffnungsvoll, man darf gespannt sein, auch und vor allem in Bayern!

Verfasser:
Rudolf Koas, Obernbreit

 

Fahrt nach Clermont-Ferrand zur größten Charolais-Bundesschau Frankreichs

Charolais Bayern e. V. besuchte die größte Fleischrinderschau Europas, die „Sommet de L’Elevage“ in Clermont Ferrand.

Eine beeindruckende Reise in das Mutterland der Fleischrinderzucht.

Am Donnerstag, 06. Okt. 2005, nachmittags wurde die Reise angetreten. Die 30-köpfige Reisegruppe, bestehend aus Charolaiszüchtern und Interessierten aus ganz Bayern und Hessen, kam am Freitag vormittag in Agones an. Hier befindet sich die Nachkommensprüfung der weiblichen Tiere der Besamungsstation UCATRC. Es werden jährlich ca. 10 Prüfbullen, je Bulle 25 – 30 Färsen, eingekauft, also stehen ca. 300 Absetzer pro Durchgang zur Nachkommensprüfung zur Verfügung. Bei jedem Durchgang wird auf Fruchtbarkeit, Abkalbung, Aufzuchtleistung, Milchleistung, usw. geprüft. Normalerweise liegt in Frankreich das Erstkalbealter bei 32 – 36 Monaten. Hier in der Prüfstation liegt das Erstkalbealter bei 24 Monaten, um höhrere Ausschläge und Daten nach oben und unten zu bekommen. Wir waren überrascht, wie viele Daten man bei so einer Prüfung pro Tier und Bulle erhält.

Ebenso wird auf der männlichen Seite verfahren, die Station Marmilhat besuchten wir am Samstag Vormittag. Hier stehen von den selben Prüfbullen jeweils 25 – 30 Nachkommen, also ca. 300 Fresser pro Durchgang. Die Futterration ist auf 1.400 g tägliche Zunahme ausgelegt. Alle diese Bullen werden mit einem Gewicht von ca. 720 kg geschlachtet. Die Schlachtkörper werden bewertet auf Qualität, wie z. B. Ausschlachtung, Fett, intramuskuläres Fett, Zartheit, usw. . Nach Auswertung dieser Nachkomm?????enschaftsprüfung bleiben ein bis zwei Bullen übrig, welche die Besamungserlaubnis erhalten. Diese Prüfung hatte man heuer zum 37. Mal abgeschlossen. Das bedeutet, man begann vor ca. 40 Jahren mit diesem System, dass stetig weiterentwickelt wird.

Uns wurde auch die Besamungsstation gezeigt mit Vorführung von verschiedenen verheißungsvollen Prüfbullen bis hin zu den durchgeprüften Altbullen.

Dieses Programm wurde uns von UCATRC in professioneller Art und Weise vorgestellt, wofür wir uns hier nochmals ganz herzlich bedanken wollen.

Am Freitag und Samstag nachmittags besuchten wir die „SOMMET DE L’ELEVAGE“ in Clermont Ferrant, die größte Fleischrinderschau Europas mit ca. 1.500 Rindern aus ganz Frankreich und ca. 700 Ausstellern mit Technik rund um das Rind. Dieses Jahr war der Schwerpunkt die Nationale Bundesschau der Charolais mit ca. 1.000 Charolais-Schautieren. In Frankreich haben Schauen noch Tradition. Allein für die Rasse Charolais werden von September bis Dezember in ganz Frankreich noch ca. 33 Ausstellungen veranstaltet, um die besten Tiere zu ermitteln und evtl. zu kaufen bzw. verkaufen. Es war erstaunlich, wie oft an den Stalltafeln „VERKAUFT“ stand. Es wurden Zuchtbullen mit 3 Jahren mit ca. 1.200 kg und männliche Absetzer mit 10 Monaten und ca. 600 kg Lebendgewicht präsentiert. Es war beeindruckend, dass 70000 Gäste aus aller Welt diese Schau besuchten.

Am Freitag abend wurde ein Züchterabend veranstaltet, bei dem nicht nur wir von Charolais Bayern, sondern alle Besucherdelegationen, an einem typisch französischem Dinnerabend teilnahmen.

Festzustellen ist, dass die Landwirtschaft in Frankreich einen so hohen Stellenw?????ert hat, von dem wir hier in Bayern nur träumen können. In Frankreich sind die Preise zur Zeit sehr hoch, Schlachtkühe und Färsen im Markenfleischprogramm liegen bei ca. € 3,60 / kg Schlachtgewicht plus Mehrwertsteuer.

Am Sonntag wurden noch zwei erstklassige Charolais-Zuchtbetriebe in der Gegend von Bourbon L’Achambault besucht. Als erstes der Betrieb GAEC Micaud mit 180 Charolais Herdbuch-Kühen und 260 ha Betriebsfläche, davon 210 ha Grünland. Dieser Betrieb wird vom Betriebsleiter, seinen zwei Brüdern und dem Vater bewirtschaftet. Die 65 männlichen Absetzer, die zur Zucht geeignet sind, sind schon fast alle zu einem Preis von 2.500,-- € bis 15.000,-- € verkauft.

Als zweites besuchten wir die Familie Clame mit ca. 140 Charolais Herdbuch-Kühen, 250 ha Betriebsfläche, davon 210 ha Grünland. Bewirtschaftet wird dieser Betrieb vom Vater und zwei Söhnen. Dieser Betrieb erzeugt jährlich ca. 45 erstklassige Bullen für die Zucht, die europaweit verkauft werden. Die Familie Clame baute vor 3 Jahren einen neuen Mutterkuhstall für ca. 120 Kühe. Dieser wurde nach den Bestimmungen der Schweizer Tierschutzgesetze gebaut, z. B. beträgt der Liegebereich pro Mutterkuh ohne Kalb 15 qm.

Fazit dieser Reise: eine wunderschöne, lehrreiche, gesellige, unterhaltsame Fahrt, bei der wir viele Charolais bewundern durften und sicher manche Anregung mit nach Hause genommen haben.

Verfasser:
Albert Randlkofer

 

Jahresversammlung am Sonntag, 13. März 2005

Die Jahresversammlung 2005 von Charolais Bayern e. V. fand am Sonntag, 13. März 2005, in Allershausen statt.

Mit regem Interesse wurde das Referat von Hr. Josef Hartl vom Landwirstschaftsamt Erding/Moosburg über das sehr aktuelle Thema: "Härtefälle, Betriebe in besonderer Lage und Investitionen außerhalb des Referenzzeitraums" angenommen. Auch bei der Beantwortung von Fragen war die Brisanz dieses Themas erkennbar.

Bei der anschließenden Jahresversammlung verlas der kommissarische 1. Vorsitzende Robert Allmannsberger den Geschäftsbericht für das Jahr 2004. Der 1. Vorsitzende Peter Will konnte auf Grund seines Gesundheitszustandes nicht an der Versammlung teilnehmen. Ebenfalls krankheitsbedingt entschuldigt war der Schatzmeister Albert Randlkofer.

Durch den Rücktritt des 1. Vorsitzenden Peter Will im September 2004 waren Neuwahlen notwendig.
Als 1. Vorsitzender wurde einstimmig Herr Robert Allmannsberger gewählt.
Für die dadurch freiwerdende Position des 2. Vorsitzenden stellten sich Herr Albert Randlkofer (durch Vollmacht) und Herr Rudolf Koas zur Wahl, wobei sich Herr Randlkofer gegen Herrn Koas durchsetzte.
Auf Grund dieses Wahlergebnisses mußte jetzt auch der Posten des Schatzmeisters neu besetzt werden. Hierfür stellte sich Herr Ernst Bauer aus Bad Endorf zur Wahl und wurde einstimmig gewählt.

Vorgestellt wurden auch die neuen "Charolais-Bayern-T-Shirts" - in weiß mit dem Charolais-Bayern-Logo auf der linken Brust. Der Verkauf lief gleich ganz toll an - bei einem Preis von € 8,-- das Stück kein Wunder.

Mit einem gemütlichen Beisammensein, manchem Ratsch und Erfahrungsaustausch klang eine gelungene Veranstaltung, mit der alle zufrieden waren, aus.

Zuchtviehmarkt Ansbach Rezathalle

Am Samstag, 05. Februar 2005, fand wieder der Zuchtviehmarkt in Ansbach statt.

Bei der alljährlichen Zuchtviehversteigerung des Fleischrinderverbandes in Ansbach trafen sich am ersten Wochenende im Februar wieder zahlreiche Fleischrinderzüchter und Mutterkuhhalter aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland.

Ihr Interesse galt den 60 Bullen und Rindern der Rassen Angus, Charolais, Fleckvieh und Limousin, die zum Verkauf standen. Hier präsentierten die bayerischen Züchter eine Kollektion von hervorragenden Tieren.

Bei den Charolaisbullen war die Nachfrage groß. Der Durchschnittspreis lag bei der Rasse Charolais bei
1.800,-- €, wobei ein Rayonnant-Sohn mit 2.600,-- € den Höchstpreis erzielte.

Bei den Rindern lag der Durchschnittspreis bei 1.115,-- €.

Adventsstammtisch 05. Dezember 2004

Die Mitglieder von Charolais Bayern e. V. trafen sich zu einem Adventsstammtisch auf dem Hof des 2. Vorsitzenden Robert Allmannsberger in Fürstenzell in Niederbayern.

80 Mutterkuhhalter von Charolais Bayern trafen sich am Sonntag, den 05.12.2004, am Holzhammerhof in Fürstenzell zu einem sehr informativen Adventsstammtisch.

Da die Teilnehmer nicht nur aus ganz Bayern, sondern auch aus Österreich und sogar Baden-Würtenberg, angereist kamen, begann die Veranstaltung mit einem zünftigen Weißwurstessen zur Stärkung und Einstimmung. Herr Allmannsberger begrüßte die vielen Gäste und informierte zuerst über Neues und Änderungen im Verein Charolais Bayern. Herr Peter Will ist aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt als 1. Vorsitzender zurückgetreten und übergab bis zu den Neuwahlen sein Amt an Herrn Robert Allmannsberger.

Anschließend wurde der Zuchtbetrieb von Robert Allmannsberger mit 200 Stück Charolais (Mutterkühen und Nachzucht) besichtigt. Die Tiere stehen in sehr guter Zuchtkondition und einer überdurchschnittlichen Fleischprägung. Sehr interessant waren die unterschiedlichen, zum Teil sehr einfachen, Stallungen und Haltungsformen der Mutterkühe und Jungtiere.

Danach sprach Herr Schmalzbauer vom Amt für Landwirtschaft und Ernährung Traunstein über die neue Agrarreform mit dem Spezialbereich „Mutterkuhhaltung“. Dabei konnte man wieder heraushören, dass genau diese artgerechte und naturnahe Haltungs- und Bewirtschaftungsform durch die neuen gesetzlichen Regelungen benachteiligt wird.Frau Ministerin Künast wollte „Klasse statt Masse“, aber genau das Gegenteil wird verstärkt gefördert. Durch die Entkoppelung der Prämien von der Produktion wird die Zahl der Mutterkühe nochmals zurückgehen. Einen deutlichen Nachteil haben wachsende Betriebe sowie Neueinsteiger in der Mutterkuhhaltung, denn diese müssen in den nächsten Jahren ohne Prämie kalkulieren. Es bleibt nur zu hoffen, dass über die sog. „Zweite Säule“ der GAP-Reform wieder Unterstützung (Weideprämie) für die extensiven Bewirtschaftungsformen zurückfließen. Ein Wegbrechen der Mutterkuhhaltung hätte gewiss gravierende Einflüsse auf unsere Naturlandschaft zur Folge.

Ein Lichtblick ist jedoch auf dem allgemeinen Fleischmarkt zu sehen. Längerfristig wird unser naturnah erzeugtes Rindfleisch seinen Wert erhalten oder sogar steigern können. Mit der Rasse Charolais sind wir hier sicher auf dem richtigen Weg.

Bundes-Jungviehschau in Northeim (Niedersachsen) vom 15.-16. Oktober 2004

Bayrische Charolais auf der Bundes-Jungviehschau in Northeim
Dies war bereits die 17. Bundesschau, die der Rasseverband der Deutschen Charolais -Züchter durchführte.
Die Schau war mit 70 Tieren aus den ganzen Bundesgebiet beschickt, wobei allein aus Bayern 12 Tiere dabei waren. Diese Tiere stammten aus den Betrieben Allmannsberger, Hölzlberger, Koas, Randlkofer und Schneiderbauer.
Der Züchterabend am Freitag war gut besucht, die Schau am Samstag leider weniger, obwohl sogar einige Charolais Halter und Züchter aus Bayern angereist waren.
Die Schaurichter Eric Ebert und Friedrich Averbeck hatten es nicht leicht, da alle Tiere in hervorragender Kondition und kaum Unterschiede feststellbar waren.
Als erstes wurden die Bullen zwischen 1 und 2 Jahren gerichtet, jedoch ohne bayerische Beteiligung.
Die Bullenkälber zwischen 8 und 12 Monaten wurden in vier Klassen gerichtet.Die Klassensieger ermittelten dann den Bundessieger und Reservesieger. In der Altersklasse I errang der Betrieb Randlkofer einen 1d und 1 f Preis
(diese Bullen sind beide genetisch hornlos). In der Altersklasse II errang der Betrieb Allmannsberger einen 1b und 1d Preis. In der Altersklasse III errang der Betrieb Schneiderbauer einen 1d Preis.
Bei den weiblichen Rindern zwischen 1 und 2 Jahren waren es vier Klassen die sich um den Bundestitel bewarben.Hier gingen gleich beide Titel nach Bayern. Bundessiegerin weibliche Rinder Betrieb Schneiderbauer und Reservesiegerin Betrieb Hölzlberger. In der Altersklasse IV errang der Betrieb Koas einen 1c Preis ( genetisch
hornlos).
Die Kuhkälber zwischen 8 und 12 Monaten waren mit fünf Klassen der größte Block. Hier konnten die bayerischen Züchter auch die Bundessiegerin Kuhkälber aus den Betrieb Hölzlberger stellen. In der Altersklasse I errang der Betrieb Randlkofer einen 1c und einen 1f Preis ( genetisch hornlos) In der Altersklasse III errang der Betrieb Koas einen 1b Preis (genetisch hornlos).
Als Fazit kann man sagen, dass sich die bayerischen Züchter in der Bundeschau hervorragend geschlagen haben.
Wir gratulieren unseren Bundessiegern noch einmal ganz herzlich!
Verfasser
Albert Randlkofer

 

1. Rottaler Fleischrinderschau Karpfham organisiert von Charolais Bayern e. V.

Fotogalerie:


Anläßlich des Karpfhamer Festes, dass von jährlich 350 000 Gästen besucht wird, fand am
06. September 2005 die 1. Rottaler Fleischrinderschau unter der Organisation von Charolais Bayern e. V. statt. Mit 100 Zuchttieren aus Betrieben von Deutschland und Österreich waren die Rassen Charolais, Limousin, Gelbvieh, Fleckvieh, Galloway und Schott. Hochland vertreten.

Der 1. Vorsitzende von Charolais Bayern e. V., Herr Robert Allmannsberger, begrüßte den niederbayerischen Bauernpräsidenten Walter Heidl, der in Vertretung des Schirmherrn Gerd Sonnleitner, anwesend war. Weitere Ehrengäste waren der Passauer Landrat Hanns Dorfner, der Direktor des Amtes für Landwirtschaft und Forsten Passau/Rotthalmünster, Herrn Robert Schnellhammer, sowie Vertreter von Zuchtorganisationen aus Deutschland, Frankreich, Tschechien, Slowakei, Österreich und der Schweiz.

Es wurde in zwei Ringen gerichtet. In Ring I bewerteten die Preisrichter Herr Karl Scholler, Fachberater Mutterkuhhaltung, Herr Gregorie Peniere, Frankreich, sowie Herr Francis Böhmler, Frankreich, in Ring II Herr Manfred Winhart, 1. Vorsitzender Fleischrinderverband Bayern, Herr Rudolf Kubica, Tschechien und Herr Josef Maurer, Deutschland. Da durchwegs nur sehr gute Tiere präsentiert wurden, war es für die Jury nicht einfach, die Siegertiere zu ermitteln.

Charolais:
In der ersten Altersklasse der älteren Bullen konnte sich „Troubadour“ vom Zuchtbetrieb Siegfried Schneiderbauer, Rossbach, mit einem rassetypischen und überzeugenden Exterieur als Sieger durchsetzen.

In der Jungbullengruppe, die zum Vergleich altersmäßig sehr eng beieinander lag, setzte sich „Ronaldo“, ein sehr typvoller und gut bemuskelter Royannantsohn aus dem Zuchtbetrieb Robert Allmannsberger, Fürstenzell, als Sieger durch.

„Olabella“, die Siegerin und Karpfham-Reserve-Champion aus dem Zuchtbetrieb Siegfried Schneiderbauer, Rossbach, überzeugte bei den älteren Rindern durch einen sehr guten Zuchttyp, korrekte Oberlinie und sehr gutem Fundament.

Die Siegerin bei den Jungrindern war „Orphee“ aus dem Zuchtbetrieb Rudolf Koas, Obernbreit. Die Moritz-Tochter einer Meillard-Linie zeigte ebenfalls viel Rassetyp und ein sehr überzeugendes Exterieur.

Auch weitere Bullen und Rinder, insbesondere die jeweiligen Reservesiegertiere der Betriebe Silvia Grauf, Feuchtwangen, Thomas Hölzlberger, Vilshofen, und Albert Randlkofer, Attenhofen, waren beste Werbeträger der bayerisch-österreichischen Charolais-Rinderzucht.

Limousin:
Der Limousinbulle „Rameau“, gezüchtet von Robert Frank, Schillingsfürst, überzeugte die Jury durch seine enorme Länge, seinen Rahmen und seinem hohen Gewicht. Er wurde als Sieger der Bullengruppe gekürt, und setze sich bei der abschließenden Wahl des Karpfham-Champion ebenfalls als Sieger durch.

Die Reservesiegerkuh „Thurnstock Gitty“ aus dem Zuchtbetrieb Herbert Sehner, Kirchenthumbach, präsentierte sich ebenfalls von ihrer besten Seite.

Gelbvieh/Fleckvieh:
Die Gelbviehkuh „Rosalie“ aus dem Betrieb Rudolf Loibl errang den Klassensieg.

Als besten Fleckviehbullen der genetisch hornlosen Zucht werteten die Preisrichter den Bullen „Hegel“ der Besamungsstation Marktredwitz.

Galloway:
In der Bullenklasse überzeugte der Bulle „Quattro“ aus dem Betrieb Wagner/Thurner, Gerolsbach.

Der Siegerpreis bei den weiblichen Tieren ging nach Österreich, in den Zuchtbetrieb Friedhelm Zehetner, St. Konrad.

Die beiden Reservesiegertiere, „BOA 17 K“, ebenfalls aus dem Betrieb Friedhelm Zehetner, und eine Bird-Tochter aus dem Betrieb Josef Oswald, Hengersberg, beeindruckten durch viel Rassetyp und ein sehr überzeugendes Exterieur.

 

Prämierungsliste 1. Rottaler Fleischrinderschau Karpfham 2005
Charolais
Bullen 1. Altersstufe 1 a SIEGER Troubadour Schneiderbauer Siegfried, Roßbach
1 b Obelix Hölzlberger Thomas, Vilshofen
1 a Reservesieger Profi Grauf Silvia, Feuchtwangen
1 b Dimitrie Schachinger Gottfried, A-St. Martin
1 a Niko Grauf Silvia, Feuchtwangen
1 b Ludger-Sohn Randlkofer Albert, Attenhofen
Bullen 2. Altersstufe 1 a Reservesieger Oxford Hölzlberger Thomas, Vilshofen
1 b Maldini Allmannsberger Robert, Fürstenzell
1 a Sonnenschein Allmannsberger Robert, Fürstenzell
1 b Sans-Souci-Sohn Randlkofer Albert, Attenhofen
1 a SIEGER Rondaldo Allmannsberger Robert, Fürstenzell
1 b Ringo Allmannsberger Robert, Fürstenzell
Kühe/Färsen 1. Altersstufe 1 a Reservesieger Nila Randlkofer Albert, Attenhofen
1 b Nira Randlkofer Albert, Attenhofen
1 a Edwina Allmannsberger Robert, Fürstenzell
1 b Husarin Allmannsberger Robert, Fürstenzell
1 a SIEGER Orabella Schneiderbauer Siegfried, Roßbach
1 b Daphne Schachinger Gottfried, A-St. Martin
Färsen 2. Altersstufe 1 a SIEGER Orphee Koas Rudolf, Obernbreit
1 b Dora Morner Gisela, Velden
1 a Reservesieger Carter-Tochter Randlkofer Albert, Attenhofen
1 b Blason-Tochter Allmannsberger Robert, Fürstenzell
1 a Isidor-Tochter Randlkofer Albert, Attenhofen
1 b Sans-Souci-Tochter Randlkofer Albert, Attenhofen
Limousin
Bullen 1 a SIEGER Rameau Frank Robert, Schillingsfürst
1 b Nirvana Traurig Franz, Cham
Kühe 1 a Harmonie Traurig Franz, Cham
1 b Hilda Sehner Herbert, Kirchenthumbach
Färsen 1 a Reservesieger Thurnstock Gity Sehner Herbert, Kirchenthumbach
1 b Urielle Frank Robert, Schillingsfürst
Gelbvieh
Kuh 1 a Rosalie Loibl Rudolf, Eichendorf
Fleckvieh
Bullen 1 a Hegel Besamungsstation Marktredwitz
1 b Poet-Sohn Schultes Claus, Bessenbach
Kuh 1 a 754 LVFZ Kringell, Hutthurm
Galloway
Bullen 1 a Reservesieger BOA 17 K Zehetner Friedhelm, A-St. Konrad
1 b Hassan Zuchtgem. Wagner/Thurner, Gerolsbach
1 a SIEGER Quattro Zuchtgem. Wagner/Thurner, Gerolsbach
1 b Bisco Oswald Josef, Hengersberg
Kühe / Färsen 1 a SIEGER BOA Instinct Zehetner Friedhelm, A-St. Konrad
1 b Ilm Linag Kögl Christian, Mainburg
1 a Reservesieger Bernd-Tochter Oswald Josef, Hengersberg
1 b Tamara Lehner Christian, Triftern
1 a Wellington-Tochter Drexler Josef, Bernried,
1 b Morten-Tochter Drexler Josef, Bernried,
Schott. Hochland
Bullen 1 a Simmerl Sax Rosa, A-Taufkirchen
1 b Major Kohlhofer Max, Mühldorf/Inn
Kühe 1 a SIEGER Puschel Moser Sabina, A-Scharnstein
Färsen 1 a Reservesieger Cukula Penz Rosa, A-Liebenau
1 b Sagina Buchmeier Theresa, A-Saxen

Lehrfahrt nach Mecklenburg-Vorpommern vom 10. bis 12. September 2004

Lehrfahrt nach Mecklenburg-Vorpommern vom 10.-12.09.04 mit Besichtigung verschiedener Stallsysteme der Mutterkuhhaltung in der Landesversuchsanstalt Bayreuth, Weiterfahrt nach Wittenberg zur Schlosskirchenbesichtigung ( 95 Thesen von Martin Luther).
Besuch von 2 Großbetrieben mit Charolaishaltung, Betrieb Hermann Angermair in Groß Gievitz mit 230 Mutterkühen und Charolais Deckbullen mit ganzjähriger Freilandhaltung, Betrieb Georg Mayr in Gut Redwich mit 960 Mutterkühen und 60 Charolais-Deckbullen.
Die geplante Schifffahrt ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen.
Am nächsten Tag Besichtigung eines Spitzenmilchviehbetriebes, Betrieb Meier in Dudendorf mit neuem Laufstall nach schweizerischen Tierschutzbestimmungen. Besuch der Jagd- und Naturparkresidenz (ehemalige Zusammenkünfte von Franz Josef Strauß und Erich Honecker) .
Organisation durch Charolais Bayern und Begleitung durch Martin Pichlmair und Frau Jahrstorfer vom Landw. Wochenblatt.
Fazit aller Teilnehmer: eine schöne, gelungende, lehrreiche und unterhaltsame Fahrt!


© Charolais Bayern e.V.